Sonntag, 2. Juni 2013

11. Eintrag

Mein liebes Tagebuch,


erholt kamen wir zurück nach Hause. Es war ein toller Urlaub gewesen. Wenig Später stellte sich dann heraus, dass ich Recht behielt. Ich war tatsächlich erneut schwanger. Natürlich freuten wir uns. Wir waren beruflich beide nun so erfolgreich, dass wir sogar ausreichend Zeit haben würden.  Mein Arzt bestätigte mir dann, dass es sich diesmal um ein Baby handelte. Wir bekamen also nicht noch mal Zwillinge. Auf der einen Seite waren wir froh, denn Zwillinge, das wussten wir nun, waren sehr anstrengend. Auf der anderen Seite waren wir sogar ein wenig traurig. Aber wir freuten uns total und auch die Kinder waren begeistert ein weiteres Geschwisterchen zu bekommen.


Simon war, wie auch bei den Zwillingen, vernarrt in meinen Babybauch. Er nutze jede freie Minute um sich mit unserem ungeborenen Baby zu unterhalten.
Da Mozart in der letzten Zeit ein wenig zu kurz gekommen war, bekam er, als wir aus dem Urlaub zurück waren, erst mal ein neues Spielzeug. Erst war er etwas bockig, schließlich hatten wir ihn einfach allein mit den Nachbarn gelassen, die ab und an mal ein Auge auf ihn warfen und ihm zu fressen gaben. Dann aber gefiel ihm dieser blaue Vogel, der da an der Wand baumelte.


Natürlich bekam das kleine Wollknäul mehr Aufmerksamkeit von uns. Schließlich wussten wir, dass wir in naher Zukunft wieder wenig Zeit für den kleinen Kerl haben werden.
Mozart genoss sichtlich die ihm ungeteilte Aufmerksamkeit. Wo es nur ging, ließ er sich knuddeln und schmusen. Als wüsste er, dass er „auf Vorrat“ Liebkosungen sammeln müsste.


Dann war es soweit, der sechste Geburtstag der Zwillinge stand vor der Tür. Bald würden die Kleinen zur Schule gehen. Ein weiterer aufregender Tag stand uns bevor.


Wir aßen gemeinsam Kuchen. Ich hatte eine Erdbeer-Schoko-Sahne Torte gezaubert. Penelope hatte sich nämlich eine Schokotorte gewünscht und Ruben eine Erdbeertorte. Zwei Torten waren allerdings einfach zu viel für unsere kleine Familie. Also war dies die beste Lösung und beiden schmeckte die Torte hervorragend.


Doch kaum hatten sie ihr Stück gegessen, rutschten beide unruhig auf ihren Stühlen hin und her. Simon und ich machten uns einen Spaß und taten so, als würden wir das nicht merken. Sicherlich wussten wir, dass die Kleinen darauf brannten endlich ihre Geschenke zu öffnen.
Einige Tage zuvor hatten beide bereits eine neue Kinderzimmereinrichtung bekommen. Aber wir waren der Meinung, dass sie auch noch etwas anderes bekommen sollten.


Also lösten wir endlich die Spannung und Penelope und Ruben durften die Geschenke aufreißen. Was sie dann auch ziemlich rasch taten. Das Geschenkpapier flog nur so durch die Gegend. Wir hörten einen Freudenschrei nach dem nächsten. Ruben bekam seinen erwünschten Kermit,


sowie das heiß ersehnte, ferngesteuerte Rennauto. Das musste er natürlich sofort ausprobieren. Als er es durch das Haus fahren ließ, fing er plötzlich lauthals an zu lachen. Als wir nach sahen, stimmten wir ein. Nicht nur Ruben hatte Spaß an seinem neuen Auto, auch Mozart schien begeistert und flitzte dem roten Renner hinterher.


Aber wie Kinder nun einmal so sind, hielt sich Ruben nicht lange mit einem Geschenk auf. Schließlich hatte er noch ein Konsolenspiel bekommen und das musste auch sofort ausprobiert werden. Während Mozart endlich dieses neue, komisch Teil beschnüffeln konnte, bretterte Ruben bereits virtuell auf Brettern ein Berg hinunter.


Doch auch Penelope packte rasch ihre Geschenke aus. Während Simon die geschenkte Ballettstange montierte, sah sich Penelope bereits ihr neues Kinderbuch an.

Prinzessin Simifee lernt Ballett

Denn Penelope hat den Wunsch später einmal eine Primaballerina zu werden. 
(Welches Mädchen hat den nicht?)


Da Simon vergessen hatte am Vorabend den Akkuschrauber aufzuladen, dauerte das Montieren der Stange länger als geplant. Doch das störte Penelope nicht weiter. Schließlich hatte sie auch noch eine neue Staffelei bekommen. Gleich kramte sie ihre Farben heraus und begann ein Bild zu malen. 
Penelope war generell sehr kreativ.


Dann endlich war es soweit, die Ballettstange war montiert. Penelope schlüpfte in ihr Ballettkleidchen und probierte sie umgehend aus. Sie sah bezaubernd aus und strahlte über das ganze Gesicht.


Leider musste Simon zur Arbeit, ein dringender Auftrag war herein gekommen.
Deshalb ging ich allein mit den Kindern Burger essen. Auch wenn sie ein wenig traurig darüber waren, dass der Papa nicht mitkommen konnte, freuten sich die Beiden ausgiebig.
Im Restaurant angekommen, bestellten wir unsere Menüs.


Wir hatten viel Spaß und blödelten mal so richtig rum. Die Leute sahen zwar schon zu uns herüber, aber das störte uns nicht. Als unser Essen kam, wurde Ruben übermütig.
Erst piesackte er Penelope, in dem er ihr immer wieder Pommes vom Teller klaute. 
Die revanchierte sich und stibitzte ihrerseits Rubens Mayo. 
Dann lenkte er mich ab und eh ich mich versah, hatte ich seinen halben Burger im Gesicht.


Erst schaute ich wütend, das ging zu weit. Doch dann prustete Penelope los und sprühte dabei die gerade noch gemopste Mayo über den halben Tisch.
 Erschrocken über das, zog sie ein Gesicht, das mich zum Lachen brachte.
 Als wäre nun das Eis gebrochen, entbrannte eine regelrechte Essensschlacht an unserem Tisch. 


Erst als räuspernd die Bedienung an unserem Tisch stand und uns bat doch bitte das Lokal zu verlassen, hörten wir etwas verschämt auf. Immer noch kichernd, machten wir unseren Platz sauber und verließen das Restaurant. Draußen platzte uns erneut das Lachen heraus. Mit schmerzenden Bäuchen machten wir uns dann wieder auf dem Heimweg.
Es war ein langer Tag gewesen und zu Hause angekommen, machten sich die Beiden erschöpft aber glücklich fürs Bett fertig. 


Ich las Beiden noch eine Gute-Nacht-Geschichte vor und hörte dann wie unten die Tür ging. Simon kam noch rechtzeitig nach Hause um eine Gute Nacht zu wünschen.


Er küsste sie liebevoll und deckte Beide noch zu.


Während Penelope bereits selig schlummerte, murmelte Ruben etwas über fliegende Hamburger.
Was dazu führte, dass ich später erklären musste, was passiert war.


Doch anstatt zu schimpfen, lachte Simon und meinte, dass er es bereue nicht dabei gewesen zu sein.
 Dann gingen auch wir zu Bett.





















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