Mein liebes Tagebuch,
endlich war es soweit, wir fuhren in unseren
ersten Familienurlaub.
Ruben und Penelope werden bald schon
sechs Jahre alt und dann geht es in die Schule. Aus dem Grund hatten wir eine schöne Reise geplant.
(na
gut dem schlechtem Wetter zu entfliehen war Plan B)
Alle freuten sich schon wahnsinnig
auf die Karibik. Meer, Strand und ganz viel Sonne.
Das Flughafentaxi stand auch schon
bereit, es konnte losgehen. Doch Ruben trödelte, so dass sich unsere Abfahrt
verzögerte. Erst als Simon brüllte, der Flieger würde ohne uns abheben, kam er
aus dem Haus gestürmt.
Nach einem sehr langen Flug, kamen
wir müde aber zufrieden in Curacao an.
Simon checkte ein, während wir
anderen bereits in der Lobby beinahe einnickten.
So sehr wir auch schon die Umgebung
begutachtet hatten, wir waren einfach zu müde und wollten erst mal auf unsere
Zimmer.
Wir hatten zwei Doppelzimmer
reserviert. Eins für die Kinder und eins für uns. Allerdings mit einer
Verbindungstür zwischen den Räumen, damit die Kinder jederzeit zu uns kommen
konnten.
(bzw. wir ein Auge auf die
Beiden hatten)
Ruben und Penelope waren plötzlich
gar nicht mehr müde und sprangen fröhlich auf ihren Hotelbetten rum. Erst als
ich ein Machtwort sagte kamen die Beiden zur Ruhe.
Wir zogen uns in unsere Suite zurück
und ließen den Tag gemütlich ausklingen.
Wir hatten uns schon so lange auf
diesen Urlaub gefreut und viel für die nächsten Tage geplant. Damit wir für
unsere lebhaften Zwillinge genug Ausdauer hatten, schliefen auch wir rasch ein.
Der nächste Morgen war gigantisch
schön. Allein die Umgebung war Gold wert. Kilometerlange, weiße Sandstrände,
azurblaues Meer und an jeder Ecke Attraktionen.
Die Meinung aller war einstimmig,
erst mal ans Meer!
Wir fanden einen wunderschönen
Strandabschnitt, an dem jeder von uns das fand was ihn interessierte.
Penelope und ich wollte Sonne tanken
und im Meer schwimmen.
Also suchten wir uns ein nettes
Plätzchen um uns zu sonnen.
Und dann in die warmen Fluten zu steigen. Ach war das
herrlich. ♥♥
Die Jungs fuhren eher auf das alte, gestrandete
Piratenschiff ab, das am Ufer lag.
Neugierig erkundeten sie es. Die Sage um das Schiff
lockte immer viele Touristen aus aller Welt an.
Diese Legende ist so alt wie das Meer selbst und wird
von allen Seefahrern auf den sieben Weltmeeren erzählt. Immer wenn ein
Piratenschiff in einer Seeschlacht erobert, zerstört oder versenkt wird, ist
die Seele des gestorbenen Piratenkapitäns gezwungen die an Bord bis dahin
befindlichen Reichtümer mit einem Fluch zu belegen. Wehe dem, der den Schatz
hebt ohne ein Anrecht darauf zu haben…
Natürlich fanden die Beiden weder einen verfluchten
Piratenschatz noch den Geist des Piratenkapitäns. Aber dennoch gab es viel zu
entdecken auf dem alten Kahn.
Und Ruben war ganz aus dem Häuschen.
Das Highlight für ihn war wahrscheinlich, die
Möglichkeit, mit dem Ruder des Schiffes zu spielen.
„Ruben…Kapitän Ruben der Schreckliche“ … sooo süß!
Penelope hatte zu dieser Zeit bereits genug vom
Schwimmen im Meer und suchte am Strand nach Muscheln.
Es dauerte auch nicht lange und sie fand eine
besonders Hübsche.
Was natürlich dann auch ihren Bruder, der mit seinem
Vater von der Entdeckungstour zurückkam, interessierte.
Wie Geschwister nun mal so sind, was der Eine hat will
auch der Andere haben.
Also machte sich Ruben daran auch nach Muscheln zu
suchen.
Doch was er fand war etwas völlig anderes.
Als seine Schmerzensschreie über den gesamten Strand tönten,
erschraken wir alle sehr.
Penelope fing mit Ruben gemeinsam an zu weinen.
Während Simon seinen Sohn von dem fiesen Krebs befreite, tröstete ich Penelope.
Nun hatten beide Kinder keine Lust mehr auf den
Strand. Wir beschlossen daher in ein Restaurant zu gehen und uns erst mal zu
stärken.
Es war ein sehr schickes Restaurant und für die Kinder
war es der erste Restaurantbesuch überhaupt in ihrem Leben.
Neugierig musterten sie alles ausgiebig.
Wir machten uns einen Spaß und stießen ganz förmlich
mit Brauselimo an.
Die Kleinen waren total begeistert.
Dann brachte uns der Kellner das Essen, man duftete
das köstlich.
Wir wollten gerade anfangen zu essen, als Penelope
aufgeregt auf meinen Teller zeigte. Dann sah sie mich erstaunt an und fragte ob
ich denn den bösen Krebs nun gekocht hätte und essen würde. Weil der doch so
gemein war und Ruben weh getan hätte. Simon und ich sahen uns an und lachten
los.
Wir erklärten Penelope, dass es sich um Hummer
handelte, der da auf meinem Teller lag und nicht um den gemeinen Krebs vom
Strand. Als wir jedoch ihr enttäuschtes Gesicht sahen, bestätigten wir dass der
bestimmt seine gerechte Strafe erhalten würde. Das beruhigte sie.
Schließlich ließ ich alle vom Hummer probieren.
Als wir schließlich zurück ins Hotel kamen, fielen die
Kinder regelrecht ins Bett und schliefen vor Erschöpfung sofort ein. Das war
auch viel Neues und Aufregendes, was die Beiden an diesem Tag erlebt hatten.
Die nächsten Tage gingen um wie im Flug. Wir
frühstückten auf der sonnendurchfluteten Hotelterrasse, die Aussicht war
einfach atemberaubend.
Wir unternahmen viele Ausflüge. Wir fuhren mit einem
Boot in eine Lagune und bestaunten dort Delphine. Wir schnorchelten, gingen
shoppen und sahen uns örtliche Sehenswürdigkeiten an. Natürlich schrieben wir
auch Karten an die Freunde zu Hause.
Ein weiteres Highlight war für die Kinder, der Hula
Tanzunterricht bei Maie.
Die Kinder machten begeistert mit und waren danach
völlig außer Atem und mit leuchtenden Augen.
Dann kam der letzte Abend vor unserer Abreise. Die
Kinder schliefen bereits und auch Simon war schon zu Bett gegangen.
Dann passierte es. Mir war total übel und ich musste
mich übergeben.
Lag es an dem ungewöhnlichen Essen oder gar an etwas anderem?
Nervös rechnete ich nach…könnte?
Beunruhigt kuschelte ich mich anschließend zu Simon.
Werden wir noch mal Eltern?
…Fortsetzung folgt..























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