Dienstag, 21. Mai 2013

10. Eintrag



Mein liebes Tagebuch,

 endlich war es soweit, wir fuhren in unseren ersten Familienurlaub.
Ruben und Penelope werden bald schon sechs Jahre alt und dann geht es in die Schule. Aus dem Grund hatten wir  eine schöne Reise geplant.
(na gut dem schlechtem Wetter zu entfliehen war Plan B)


Alle freuten sich schon wahnsinnig auf die Karibik. Meer, Strand und ganz viel Sonne.
Das Flughafentaxi stand auch schon bereit, es konnte losgehen. Doch Ruben trödelte, so dass sich unsere Abfahrt verzögerte. Erst als Simon brüllte, der Flieger würde ohne uns abheben, kam er aus dem Haus gestürmt.


Nach einem sehr langen Flug, kamen wir müde aber zufrieden in Curacao an.
Simon checkte ein, während wir anderen bereits in der Lobby beinahe einnickten.
So sehr wir auch schon die Umgebung begutachtet hatten, wir waren einfach zu müde und wollten erst mal auf unsere Zimmer.




Wir hatten zwei Doppelzimmer reserviert. Eins für die Kinder und eins für uns. Allerdings mit einer Verbindungstür zwischen den Räumen, damit die Kinder jederzeit zu uns kommen konnten. 
(bzw. wir ein Auge auf die Beiden hatten)
Ruben und Penelope waren plötzlich gar nicht mehr müde und sprangen fröhlich auf ihren Hotelbetten rum. Erst als ich ein Machtwort sagte kamen die Beiden zur Ruhe.


Wir zogen uns in unsere Suite zurück und ließen den Tag gemütlich ausklingen.
Wir hatten uns schon so lange auf diesen Urlaub gefreut und viel für die nächsten Tage geplant. Damit wir für unsere lebhaften Zwillinge genug Ausdauer hatten, schliefen auch wir rasch ein.


Der nächste Morgen war gigantisch schön. Allein die Umgebung war Gold wert. Kilometerlange, weiße Sandstrände, azurblaues Meer und an jeder Ecke Attraktionen.
Die Meinung aller war einstimmig, erst mal ans Meer!


Wir fanden einen wunderschönen Strandabschnitt, an dem jeder von uns das fand was ihn interessierte.
Penelope und ich wollte Sonne tanken und im Meer schwimmen.
Also suchten wir uns ein nettes Plätzchen um uns zu sonnen.


Und dann in die warmen Fluten zu steigen. Ach war das herrlich. ♥♥


Die Jungs fuhren eher auf das alte, gestrandete Piratenschiff ab, das am Ufer lag.
Neugierig erkundeten sie es. Die Sage um das Schiff lockte immer viele Touristen aus aller Welt an.

Diese Legende ist so alt wie das Meer selbst und wird von allen Seefahrern auf den sieben Weltmeeren erzählt. Immer wenn ein Piratenschiff in einer Seeschlacht erobert, zerstört oder versenkt wird, ist die Seele des gestorbenen Piratenkapitäns gezwungen die an Bord bis dahin befindlichen Reichtümer mit einem Fluch zu belegen. Wehe dem, der den Schatz hebt ohne ein Anrecht darauf zu haben…


Natürlich fanden die Beiden weder einen verfluchten Piratenschatz noch den Geist des Piratenkapitäns. Aber dennoch gab es viel zu entdecken auf dem alten Kahn.
Und Ruben war ganz aus dem Häuschen.


Das Highlight für ihn war wahrscheinlich, die Möglichkeit, mit dem Ruder des Schiffes zu spielen.
„Ruben…Kapitän Ruben der Schreckliche“ … sooo süß!


Penelope hatte zu dieser Zeit bereits genug vom Schwimmen im Meer und suchte am Strand nach Muscheln.
Es dauerte auch nicht lange und sie fand eine besonders Hübsche.


Was natürlich dann auch ihren Bruder, der mit seinem Vater von der Entdeckungstour zurückkam, interessierte.
Wie Geschwister nun mal so sind, was der Eine hat will auch der Andere haben.
Also machte sich Ruben daran auch nach Muscheln zu suchen.
Doch was er fand war etwas völlig anderes.


Als seine Schmerzensschreie über den gesamten Strand tönten, erschraken wir alle sehr.
Penelope fing mit Ruben gemeinsam an zu weinen. Während Simon seinen Sohn von dem fiesen Krebs befreite, tröstete ich Penelope.
Nun hatten beide Kinder keine Lust mehr auf den Strand. Wir beschlossen daher in ein Restaurant zu gehen und uns erst mal zu stärken.


Es war ein sehr schickes Restaurant und für die Kinder war es der erste Restaurantbesuch überhaupt in ihrem Leben.
Neugierig musterten sie alles ausgiebig.
Wir machten uns einen Spaß und stießen ganz förmlich mit Brauselimo an.
Die Kleinen waren total begeistert.


Dann brachte uns der Kellner das Essen, man duftete das köstlich.
Wir wollten gerade anfangen zu essen, als Penelope aufgeregt auf meinen Teller zeigte. Dann sah sie mich erstaunt an und fragte ob ich denn den bösen Krebs nun gekocht hätte und essen würde. Weil der doch so gemein war und Ruben weh getan hätte. Simon und ich sahen uns an und lachten los.


Wir erklärten Penelope, dass es sich um Hummer handelte, der da auf meinem Teller lag und nicht um den gemeinen Krebs vom Strand. Als wir jedoch ihr enttäuschtes Gesicht sahen, bestätigten wir dass der bestimmt seine gerechte Strafe erhalten würde. Das beruhigte sie.
Schließlich ließ ich alle vom Hummer probieren.


Als wir schließlich zurück ins Hotel kamen, fielen die Kinder regelrecht ins Bett und schliefen vor Erschöpfung sofort ein. Das war auch viel Neues und Aufregendes, was die Beiden an diesem Tag erlebt hatten.


Die nächsten Tage gingen um wie im Flug. Wir frühstückten auf der sonnendurchfluteten Hotelterrasse, die Aussicht war einfach atemberaubend.


Wir unternahmen viele Ausflüge. Wir fuhren mit einem Boot in eine Lagune und bestaunten dort Delphine. Wir schnorchelten, gingen shoppen und sahen uns örtliche Sehenswürdigkeiten an. Natürlich schrieben wir auch Karten an die Freunde zu Hause.


Ein weiteres Highlight war für die Kinder, der Hula Tanzunterricht bei Maie.
Die Kinder machten begeistert mit und waren danach völlig außer Atem und mit leuchtenden Augen.



Dann kam der letzte Abend vor unserer Abreise. Die Kinder schliefen bereits und auch Simon war schon zu Bett gegangen.
Dann passierte es. Mir war total übel und ich musste mich übergeben.
 Lag es an dem ungewöhnlichen Essen oder gar an etwas anderem? 

Nervös rechnete ich nach…könnte?


Beunruhigt kuschelte ich mich anschließend zu Simon.

Werden wir noch mal Eltern?





…Fortsetzung folgt..





































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