Dienstag, 6. November 2012

2. Eintrag


Liebes Tagebuch,

oje, ich bin gar nicht dazu gekommen dir zu schreiben. Es ist so viel passiert in den letzten Tagen. Aber fange ich doch am Besten von vorne an.
Der Tag an dem ich mit Norbert, Möbel kaufen wollte, fing ganz normal an. Nach einer kurzen Nacht erwachte ich abgeschlagen und müde. Dennoch hatte ich eine gewisse Vorfreude. (welche Frau hat das nicht bei der Aussicht auf einen Tag shoppen?)


Der Blick in den Spiegel verriet mir, das die letzten Tage ihre Spuren hinterlassen hatten.
Ich war unschlüssig ob ich zuerst Frühstücken oder Duschen sollte.


 Mein Magen entschied spontan für mich, er knurrte laut. Gähnend bereitete ich mir Kelloggs zu. Doch bevor ich zum Essen kam, mauzte es jämmerlich. Mozarts Magen muss ihm die gleiche Botschaft übermittelt haben wie meiner mir. Also reinigte ich seinen Napf und gab ihm zu fressen, um mich dann anschließend über meine Kelloggs herzumachen.


Doch irgendwie schmeckten sie mir an dem Morgen nicht und ich ließ die halbe Schüssel stehen. ( Ich brauche dringend eine Kaffeemaschine- ohne Kaffee habe ich keinen guten Start in den Tag)


Ich versuchte etwas unter der Dusche zu entspannen. Mit geschlossenen Augen ließ ich das warme Wasser meinen Körper runterrieseln. Der Gedanke an die Heidelbeerpfannkuchen meiner Mutter kam mir in den Sinn. Sie hatte sie immer gemacht, wenn es mir schlecht ging. Bei Liebeskummer und schlechter Laune generell.


Ich schlüpfte aus der Dusche und zog mich an. Ein Blick auf die Uhr  verriet mir, dass Norbert erst in eineinhalb Stunden vorbei kommen würde.


Genug Zeit für Mamas „Gute-Laune-Pfannkuchen“.
Es dauerte nicht lange bis ich das Rezept gefunden hatte. Genervt stellte ich allerdings fest, dass einige Zutaten fehlten.


Ich hatte aber solch einen Appetit auf die Pfannkuchen entwickelt, dass ich beschloss in den Supermarkt um die Ecke zu flitzen.
Gesagt, Getan!


Zu meinem Glück war der Edeka schon früh geöffnet und ich stöberte durch die Regale. Die Auswahl war grandios. Ich konnte nur schwer wiederstehen mehr zu kaufen. (Na gut, ich gebe es zu! Eine Tafel Schokolade landete trotzdem in meinem Einkaufskorb)


Als ich alles beisammen hatte, ging ich rasch zur Kasse, immerhin kam Norbert gleich und ich wollte doch noch die Pfannkuchen essen.


Als ich bezahlt hatte, sah ich ihn…
Obwohl ich eigentlich auf blonde Männer stehe, fiel er mir gleich ins Auge.
Oh, war der süüüß!


Er sah vielleicht etwas jung aus aber umwerfend niedlich. Ich war hin und her gerissen.
 Spreche ich ihn nun an oder lasse ich mir diese Chance durch die Finger gleiten?



Nein! Ich entschied, ihn anzusprechen. Tatsächlich wirkte er nicht nur jung, er war jung. Mit einem 18j. kann ich echt nichts anfangen. Aber süß war er…was soll´s?


So nun musste ich aber schnell nach Hause wenn ich noch in Ruhe essen wollte. Ich hatte noch genug Zeit. Also fing ich daheim an den Teig zu zubereiten. Bis dahin lief alles glatt, liebes Tagebuch.


Aber ab da…


Ich will es nicht zu spannend machen. Eine Sekunde Unaufmerksamkeit, etwas Öl zu heiß geworden und meine Küche stand in Flammen!!!


Ich war wie gelähmt. Mozart schnupperte und stob davon. Mein Herz raste, mir wurde übel. Was mache ich denn jetzt?


Da hörte ich auch schon die Sirenen der Feuerwehr.
Ich bin so froh, dass ich (bzw. Hugo) den Feueralarmsender bereits installiert hatte.
Von da an ging alles rasend schnell. Die Feuerwehr löschte den Brand. Ich stand immer noch unter Schock.


 (auch jetzt, einige Tage später, zittere ich noch bei den Gedanken daran)
Als ich mich etwas gefangen hatte, bedankte ich mich bei den Einsatzleuten der Feuerwehr. Trotzdem kam ich um eine Belehrung, das nächste Mal besser aufzupassen, nicht drum herum.


Als die Feuerwehr abgezogen war, wurde mir erst einmal das ganze Ausmaß der Katastrophe bewusst.
Meine Küche war ruiniert, ich fühlte mich furchtbar, stank nach Rauch und mein Kater war traumatisiert.
Der Ausflug zum Möbelhaus hatte sich  erledigt. Erst mal musste ich mich um andere Dinge kümmern.


 Es dauerte eine ganze Weile bis ich den verängstigten Mozart aus seinem Versteck locken konnte. Völlig verängstigt kuschelte er sich an mich.


Nach den ersten kläglichen Versuchen, meine Küche wieder sauber zu bekommen, musste ich eingestehen, das ich eine neue brauchte.


Verstehst du nun warum ich dir so lange nicht geschrieben habe? Mir zittert immer noch die Hand, wenn ich daran denke, was alles hätte passieren können. 
Aber ich erzähle dir gleich Morgen von meiner restlichen Woche. Schließlich geht auch die spannend weiter.

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